Scorpion Motorradhelm EXO-520 EVO AIR FASTA
Shoei NXR Inception TC-1 Gr. L
HJC RPHA1 V2 CARBON MATT Schwarz
RPHA1 V2 CARBON BLACK
HJC C71 QUEZ MC1SF
HJC RPHA12 CARBON KERES MC5
HJC C71 FABER MC5
HJC C71 PEARL WHITE
HJC i71 ZEST MC21
HJC RPHA72 CARBON FYNEX MC1
HJC RPHA72 PHYTA MC5SF
HJC C71 SEMI Matt BLACK Was ist ein Integralhelm?
Ein Integralhelm ist ein Motorradhelm mit fest verbauter Kinnpartie, der den Kopf vollständig umschließt. Historisch entstand er als Weiterentwicklung des Jethelms. Ergänzt man einen Jethelm um einen integrierten Kinnschutz, wird daraus ein Integralhelm. Diese Bauform senkte das Verletzungsrisiko bei Stürzen deutlich. Frühe Modelle gingen noch zulasten des Tragekomforts, doch dank moderner, federleichter und zugleich hochstabiler Materialien sowie ausgefeiltem Engineering sind heutige Integralhelme komfortabel und alltagstauglich.
Integralhelm vs. andere Helmtypen: Die Unterschiede im Überblick
Ein Integralhelm ist nicht per se „besser" als andere Helmtypen. Er ist für andere Ansprüche gemacht. Die folgende Übersicht zeigt die Unterschiede, damit Sie den zu Ihrem Fahrstil passenden Helm wählen können. Als Alternativen führen wir Jethelme, Klapphelme sowie Crosshelme / Endurohelme.
| Kriterium | Integralhelm | Jethelm | Klapphelm |
|---|---|---|---|
| Schutzniveau | Höchstes: Feste Kinnpartie schützt Gesicht & Kinn | Kein Kinn-/Gesichtsschutz | Hoch: Kinnbügel aufklappbar |
| Kinnpartie | Fest verbaut | Offen | Aufklappbar |
| Sichtfeld | Etwas eingeschränkt seitlich | Sehr weit & offen | Wie Integralhelm (geschlossen) |
| Gewicht | Leicht bis mittel | Sehr leicht | Etwas schwerer (Mechanik) |
| Belüftung | Gut, aber geschlossener | Sehr luftig | Gut |
| Geräuschniveau | Leise | Lauter (offen) | Leise geschlossen |
| Typischer Einsatz | Sport, Tour, Landstraße, Autobahn | Stadt, Roller, kurze Strecken | Tourer, Pendler, Reise |
Materialien: Polycarbonat, Fiberglas & Carbon
Die Hauptaufgabe eines Integralhelms ist es, den Kopf bei einem Sturz bestmöglich zu schützen. Dafür sorgt das Zusammenspiel aus einer harten Außenschale und einer mehrlagigen Innenpolsterung, die nach innen zunehmend weicher wird: Auf eine stoßabsorbierende Schicht aus dichtem Hartschaum folgen weichere Schaumlagen, bis eine Textilschicht aus Baumwolle oder Mikrofaser den Kontakt zum Kopf herstellt. So wird ein Aufprall abgefangen und auf eine möglichst große Fläche verteilt. Die Außenschale schützt zusätzlich bei Rutschern über den Asphalt.
Beim Material der Außenschale gibt es drei gängige Varianten mit jeweils eigenen Stärken:
- Polycarbonat / Thermoplast: Robust, preiswert und ideal für Einsteiger und Pendler. Die empfohlene Nutzungsdauer liegt meist bei 5–6 Jahren.
- Fiberglas / Composite: Leichter und langlebiger als Kunststoff, gutes Verhältnis aus Gewicht, Schutz und Preis. Der Klassiker im mittleren bis gehobenen Segment.
- Carbon / Kohlefaser: Das leichteste und hochwertigste Material, maximale Steifigkeit bei minimalem Gewicht und die Premiumklasse für Sport und lange Touren.
Nach einem Sturz sollte ein Helm grundsätzlich ersetzt werden, auch wenn er äußerlich unbeschädigt wirkt. Die konkrete Nutzungsdauer geben die Hersteller je Modell an.
Integralhelm-Marken bei Motobike
Bei Motobike führen wir Integralhelme etablierter Hersteller, von preisbewusst bis Premium:
- HJC: Starkes Preis-Leistungs-Verhältnis über die gesamte Bandbreite, von der APC-Einsteigerserie bis zum MotoGP-erprobten Renn-Integralhelm der RPHA-Reihe.
- Shoei: Japanische Premiummarke, bekannt für herausragende Verarbeitung, Aerodynamik und Komfort bei Sport- und Touring-Helmen.
- Arai: Handgefertigte Helme mit kompromisslosem Fokus auf Sicherheit und Passform, häufig im Renn- und Premiumsegment zu finden.
- AGV: Italienische Marke mit sportlicher MotoGP-DNA, aerodynamischen Schalen und ausgeprägtem Racing-Charakter.
- Weitere Marken in unserem Sortiment: Scorpion, Caberg, Dainese, Nolan und Suomy.
Herausforderung Tragekomfort
Durch die starre Kinnpartie bietet der Integralhelm maximalen Rundum-Schutz. Das macht das An- und Ablegen etwas anspruchsvoller: Eine Brille muss zunächst abgenommen und der Kinnschutz an der Nase vorbeigeführt werden. Dank modernen Ausführungen ist das heute problemlos möglich. Moderne Integralhelme überzeugen zudem in folgenden Punkten:
- Atmungsaktivität und gute Belüftung
- Abfuhr von Feuchtigkeit
- Beschlagschutz an der Innenseite des Visiers
- Akustik-Optimierung für weniger Fahrtwindgeräusche
- Anpassung an moderne Ansprüche, z. B. das Tragen eines Headsets
Für mehr Komfort empfehlen wir das Tragen einer Sturmhaube. Sie schützt das Innenfutter vor Verschmutzung und erleichtert das An- und Ablegen des Helms spürbar.
Darauf sollte man beim Integralhelm-Kauf achten
Wer einen Integralhelm sucht, vergleicht oft Tests und Bewertungen. Entscheidend sind letztlich diese Kriterien, an denen sich auch unabhängige Prüfungen orientieren:
- Sicherheitsnorm: Aktuell gültige ECE 22.06 und Pflicht für neu zugelassene Helme.
- Passform & Kopfform: Rund-oval, mittel-oval oder lang-oval. Der Helm muss fest, aber ohne Druckstellen sitzen.
- Gewicht: Entlastet Nacken und Schultern besonders auf langen Touren.
- Belüftung: Zu- und Abluftöffnungen für ein angenehmes Klima im Helm.
- Geräuschdämmung: Reduziert Ermüdung bei höherem Tempo.
- Visier & Sonnenblende: Kratzfestigkeit, Beschlagschutz (Pinlock) und integrierte Sonnenblende.
Häufige Fragen zu Integralhelmen (FAQ)
Was ist ein Integralhelm?
Ein Integralhelm ist ein Motorradhelm mit fest verbauter Kinnpartie, der den gesamten Kopf umschließt und das höchste Schutzniveau aller Helmtypen bietet.
Wie lange hält ein Integralhelm?
Helme mit Kunststoffschale sollten nach etwa 5–6 Jahren ersetzt werden. Modelle aus Fiberglas oder Carbon halten länger. Nach einem Sturz ist ein Austausch grundsätzlich empfehlenswert, die genauen Angaben nennt der Hersteller je Modell.
Integralhelm oder Klapphelm: was ist besser?
Beide bieten hohen Schutz. Der Integralhelm punktet mit geringerem Gewicht und Steifigkeit, der Klapphelm mit einfacherem An- und Ablegen dank aufklappbarem Kinnbügel. Die Unterschiede im Detail zeigt unsere Vergleichstabelle weiter oben.
Welche Helmgröße brauche ich?
Messen Sie den Kopfumfang etwa einen Zentimeter über den Augenbrauen mit einem Maßband. Der ermittelte Wert in Zentimetern entspricht der Helmgröße (z. B. 57–58 cm = M). Bei Zwischengrößen empfehlen wir eine Beratung.
Kann ich mit Brille einen Integralhelm tragen?
Ja. Viele Modelle haben Aussparungen im Wangenpolster für Brillenbügel. Achten Sie auf eine ausreichend große Helmöffnung und probieren Sie den Helm idealerweise mit Brille an.
Wann muss ich meinen Integralhelm ersetzen?
Nach jedem Sturz mit Kopfbeteiligung, bei sichtbaren Schäden an Schale oder Innenfutter sowie am Ende der vom Hersteller empfohlenen Nutzungsdauer.