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HJC Jethelm mit Visier V31 WHITE Motorradbekleidung: Alle Kategorien im Überblick
Unser Sortiment deckt die komplette Ausrüstung ab. Hier finden Sie den direkten Weg in jede Unterkategorie:
Kopf und Hals
- Helme: Helme, Integralhelme, Jethelme, Zubehör Helme
- Sicht und Wärme: Brillen, Kopfbedeckung und Schals, Halsbekleidung
Oberkörper
- Jacken: Jacken und Westen, Lederjacken, Textiljacken
- Kombis und Protektorbekleidung: Lederkombis, Protektorjacken
- Freizeit: Shirts und Hemden, Sweaters und Hoodies
Beine
Hände und Füße
- Handschuhe: Handschuhe, Sommerhandschuhe, Winterhandschuhe
- Schuhwerk: Stiefel und Schuhe
Schutz und Funktion
- Protektoren: Protektoren, Rückenprotektoren, Knieschleifer, Nierengurte
- Klima und Wetter: Funktionskleidung, Regenbekleidung
Weiteres Zubehör
- Praktisches: Taschen und Rucksäcke, Gürtel, Werkstattbekleidung
Alle geführten Hersteller finden Sie unter Marken, aktuelle Angebote im Sale.
Was macht gute Motorradbekleidung aus?
Gute Motorradbekleidung erkennen Sie nicht am Preis, sondern an sechs Merkmalen:
- Geprüfte Zertifizierung: Ein fest eingenähtes CE-Etikett nennt die Norm und die erreichte Schutzklasse.
- Abriebfestigkeit in den Sturzzonen: Schultern, Ellbogen, Hüfte, Gesäß und Knie sind besonders gefährdet.
- Protektoren an den richtigen Stellen: Sie müssen in Fahrposition sitzen, nicht im Stehen.
- Nahtqualität: Verstärkte und doppelt genähte Säume halten beim Rutschen länger.
- Wetterschutz und Atmungsaktivität: Membran gegen Regen, Belüftung gegen Hitzestau.
- Sichtbarkeit: Reflektierende Elemente sorgen dafür, dass andere Sie früher sehen.
Merken Sie sich: Was wie Motorradbekleidung aussieht, schützt nicht automatisch wie Motorradbekleidung. Nur geprüfte Schutzausrüstung leistet im Ernstfall, was sie verspricht.
Schutzklassen bei Motorradbekleidung: EN 17092 erklärt
Seit 2018 gilt Motorradbekleidung als Persönliche Schutzausrüstung und muss CE-zertifiziert sein. Für Jacken, Hosen und Kombis regelt das die Norm EN 17092 mit fünf Schutzklassen:
| Klasse | Schutzniveau | Typisch für |
|---|---|---|
| AAA | Höchster Abrieb-, Reiß- und Nahtschutz | Lederkombis, Rennstrecke, sportliches Fahren |
| AA | Hoher Schutz, gute Balance aus Sicherheit und Komfort | Touren- und Alltagsbekleidung |
| A | Leichter Grundschutz, hoher Tragekomfort | Stadt, Kurzstrecke, Sommerbekleidung |
| B | Abriebschutz wie Klasse A, jedoch ohne Protektoren | Überjacken und Überhosen |
| C | Nur Aufprallschutz, kein Abriebschutz | Protektorenhemden und Protektorenwesten |
Für die meisten Fahrer ist Klasse AA die vernünftige Wahl: Sie verbindet hohen Schutz mit Alltagstauglichkeit. Klasse A eignet sich für Stadt und Sommer, Klasse AAA für sportliches Fahren und die Rennstrecke.
Zertifizierungen im Überblick
Nicht jedes Ausrüstungsteil fällt unter dieselbe Norm. Diese Tabelle zeigt, welche Vorschrift wofür gilt:
| Ausrüstungsteil | Norm | Was geprüft wird |
|---|---|---|
| Jacken, Hosen, Kombis | EN 17092 | Abriebfestigkeit, Reißfestigkeit, Nahtfestigkeit, Ergonomie |
| Helme | ECE 22.06 | Stoßdämpfung, Visierfestigkeit, Rotationskräfte |
| Handschuhe | EN 13594:2015 | Abrieb, Schnittfestigkeit, Nahtstärke, Knöchelschutz, Fingerfertigkeit |
| Stiefel und Schuhe | EN 13634:2017 | Schutzfunktion, mechanische Eigenschaften, Ergonomie |
| Gelenkprotektoren | EN 1621-1:2012 | Aufprallschutz für Schulter, Ellbogen, Hüfte und Knie |
| Rückenprotektoren | EN 1621-2:2014 | Aufprallschutz für den Rückenbereich |
| Brustprotektoren | EN 1621-3:2018 | Aufprallschutz für den Brustbereich |
| Airbag-Systeme (mechanisch ausgelöst) | EN 1621-4:2013 | Aufprallschutz aufblasbarer Systeme |
- Wichtig zum CE-Etikett: Es muss dauerhaft am Kleidungsstück angebracht sein. Schneiden Sie es niemals heraus, denn es ist der Nachweis der Zertifizierung.
- Hinweis zu Helmen: Neu typgenehmigte Helme müssen ECE 22.06 erfüllen. Ein vorhandener Helm mit ECE 22.05 darf in Deutschland weiterhin unbegrenzt getragen werden, eine Umtauschpflicht gibt es nicht.
Mehr zur Auswahl des passenden Helms lesen Sie in unserem Motorradhelm Ratgeber und im Beitrag Helmgröße messen.
Protektoren in der Motorradbekleidung: Arten und Level
Protektoren dämpfen den Aufprall, das Obermaterial schützt vor Abrieb. Beides ergibt erst zusammen wirksame Motorradbekleidung. Diese Protektoren gibt es:
- Schulterprotektoren: Serienmäßig in fast jeder Motorradjacke.
- Ellbogenprotektoren: Ebenfalls Standard in Jacken.
- Rückenprotektoren: In vielen Jacken nur als Schaumstoffeinlage vorhanden, Nachrüsten lohnt sich fast immer.
- Hüftprotektoren: In Hosen und Kombis, oft höhenverstellbar.
- Knieprotektoren: Standard in Motorradhosen und Motorrad Jeans.
- Steißbeinschutz: Häufig als Zubehör nachrüstbar.
- Brustprotektoren: Vor allem bei sportlicher Nutzung und im Gelände.
- Airbag-Westen und Airbag-Jacken: Blasen sich bei einem Sturz auf und schützen Oberkörper und Nacken. Mechanisch per Reißleine ausgelöste Systeme werden nach EN 1621-4 zertifiziert, elektronisch ausgelöste Systeme nach abweichenden Verfahren. Die Angaben finden Sie jeweils in der Produktbeschreibung.
Level 1 oder Level 2?
Protektoren werden nach der durchgelassenen Restkraft in zwei Level eingeteilt. Je niedriger der Wert, desto besser der Schutz:
- Gelenkprotektoren nach EN 1621-1: Level 1 lässt im Mittel maximal 35 kN durch, Level 2 maximal 20 kN.
- Rückenprotektoren nach EN 1621-2: Level 1 lässt im Mittel maximal 18 kN durch, Level 2 maximal 9 kN.
Die Werte sind Grenzwerte, keine Zielwerte. Gute Level-2-Protektoren bleiben deutlich darunter. Level 2 ist meist etwas dicker und steifer, dafür spürbar schutzstärker. Für Rücken empfehlen wir grundsätzlich Level 2, da der Preisunterschied gering ist.
Passende Produkte finden Sie unter Protektoren, Rückenprotektoren und Protektorjacken.
Motorradbekleidung aus Leder oder Textil?
Die häufigste Frage beim Kauf. Beide Materialien sind gut, aber für unterschiedliche Zwecke gebaut:
| Kriterium | Motorradbekleidung aus Leder | Textil-Motorradbekleidung |
|---|---|---|
| Abriebfestigkeit | Sehr hoch, erreicht häufig Klasse AAA | Gut bis sehr gut, meist Klasse A oder AA |
| Wetterschutz | Windfest, ohne Membran nicht wasserdicht | Mit Membran zuverlässig wasserdicht |
| Gewicht | Schwerer | Leichter |
| Belüftung | Nur über Perforierung | Sehr gut über Mesh und Ventilationsöffnungen |
| Passform | Formt sich nach dem Einfahren an den Körper an | Sofort bequem, oft mit Stretcheinsätzen |
| Pflege | Regelmäßig fetten und pflegen | Maschinenwäsche meist möglich, Imprägnierung nötig |
| Einsatz | Sport, Rennstrecke, Cruiser-Look | Tour, Alltag, Pendeln, alle Jahreszeiten |
- Motorradbekleidung aus Leder wählen Sie, wenn maximaler Abriebschutz im Vordergrund steht: Sport, Rennstrecke, sportliche Landstraße.
- Motorradbekleidung aus Textil wählen Sie, wenn Sie bei jedem Wetter unterwegs sind: Touren, Pendeln, Ganzjahresbetrieb.
- Mischbauweisen kombinieren Lederverstärkungen an den Sturzzonen mit Textil an den übrigen Flächen.
- Membranen wie GORE-TEX machen Textilbekleidung dauerhaft wasserdicht und trotzdem atmungsaktiv.
Zum Sortiment: Lederkombis, Lederjacken, Lederhosen, Textiljacken, Textilhosen und GORE-TEX Hosen.
Motorradbekleidung für Damen und Herren
Bei Schutz und Zertifizierung gibt es keinen Unterschied: Motorradbekleidung wird nicht nach Geschlecht zertifiziert, es gelten dieselben Normen. Die Unterschiede liegen im Schnitt.
Motorradbekleidung für Damen: Schnitt und Größen
- Passform: Taillierter Schnitt, kürzere Armlängen, angepasste Hüft- und Brustweite.
- Größenläufe: Motorradbekleidung für Damen wird in eigenen Größen geführt, nicht als verkleinerte Herrengröße.
- Häufiger Fehler: Ein zu großes Herrenmodell lässt die Protektoren neben dem Gelenk sitzen und verliert damit seine Schutzwirkung.
Motorradbekleidung für Herren: Schnitt und Größen
- Passform: Gerader geschnitten, breitere Schulterpartie, längerer Größenlauf.
- Auswahl: Motorradbekleidung für Herren deckt in der Regel den größeren Teil des Sortiments ab, von Klasse A bis AAA.
Sowohl bei Damen- als auch bei Herren-Motorradbekleidung sollte die Protektorenposition im Fokus sein: Das ist der eigentliche Sicherheitsaspekt. Schulter-, Ellbogen- und Knieprotektoren müssen genau auf dem Gelenk liegen.
Unser Tipp: Kaufen Sie nicht nach Etikett, sondern nach Passform. Probieren Sie Jacke und Hose in Fahrhaltung an, also leicht nach vorn gebeugt mit angewinkelten Armen. Nur so prüfen Sie, ob die Protektoren wirklich sitzen.
Empfehlungen nach Fahrstil
Welche Motorradbekleidung sinnvoll ist, hängt vor allem davon ab, wie Sie fahren:
- Stadt und Pendeln: Leichte Textiljacke oder Motorrad Jeans in Klasse A oder AA, luftige Handschuhe, kurze Stiefel
- Touren und Reise: Textilkombination mit Membran in Klasse AA, Rückenprotektor Level 2, wasserdichte Handschuhe, Tourenstiefel, dazu Funktionswäsche
- Sport und Landstraße: Lederjacke oder zweiteilige Lederkombi, sportliche Handschuhe mit langer Stulpe, Sportstiefel
- Rennstrecke: Einteilige Lederkombi in Klasse AAA, Rückenprotektor, Brustprotektor, Knieschleifer
- Offroad und Enduro: Belüftete Bekleidung, Protektorenhemd, Endurostiefel, Nierengurt.
- Roller und Kurzstrecke: Mindestens Helm, Handschuhe und feste Schuhe, dazu eine Jacke mit Protektoren
Wenn Sie unsicher sind, beraten wir Sie gern persönlich. Eine Übersicht zur kompletten Ausrüstung finden Sie auch in unserem Schutzkleidung Ratgeber.
Ist Motorradbekleidung Pflicht?
In Deutschland ist nur der Helm gesetzlich vorgeschrieben. Nach § 21a StVO muss beim Fahren von Krafträdern mit mehr als 20 km/h bauartbedingter Höchstgeschwindigkeit ein geeigneter Schutzhelm getragen werden.
- Nicht vorgeschrieben, aber dringend empfohlen: Jacke, Hose, Handschuhe und Stiefel mit Protektoren.
- Praktische Folge: Wer ohne Schutzkleidung fährt, riskiert bei einem Sturz schwere Abriebverletzungen, auch bei niedrigem Tempo.
- Im Ausland kann mehr gelten: Einige Länder schreiben zusätzlich Handschuhe vor. Informieren Sie sich vor Reisen über die dortigen Regeln.
Pflege und Haltbarkeit
- Textil: Protektoren herausnehmen, bei niedriger Temperatur waschen, danach imprägnieren.
- Leder: Nicht in die Maschine, sondern regelmäßig mit Lederfett oder Lederpflege behandeln.
- Nach einem Sturz: Protektoren und Bekleidung prüfen, beschädigte Teile ersetzen
- Lagerung: Trocken und hängend, nicht dauerhaft in direkter Sonne
Ausführliche Anleitungen finden Sie in unseren Beiträgen Motorradbekleidung waschen und Lederkombi reinigen. Saisontipps gibt es unter Motorradbekleidung im Sommer und Motorradfahren im Winter.
Häufige Fragen zu Motorradbekleidung
Was kostet eine komplette Motorradbekleidung?
Für eine solide Grundausstattung aus Helm, Jacke, Hose, Handschuhen und Stiefeln rechnen Sie mit rund 500 bis 700 Euro. In der Mittelklasse liegen Sie bei etwa 1.000 bis 1.700 Euro, Premiumausstattungen beginnen bei rund 2.500 Euro.
Was bedeuten die Schutzklassen AAA, AA und A?
Es sind die Schutzklassen der Norm EN 17092 für Motorradbekleidung. AAA bietet den höchsten Abriebschutz, AA die beste Balance für Alltag und Touren, A den leichtesten Grundschutz für Stadt und Sommer. Klasse B steht für Abriebschutz ohne Protektoren, Klasse C für reine Protektorenbekleidung.
Ist Motorradbekleidung Pflicht?
Gesetzlich vorgeschrieben ist in Deutschland nur ein geeigneter Schutzhelm nach § 21a StVO. Jacke, Hose, Handschuhe und Stiefel sind nicht Pflicht, aber dringend zu empfehlen.
Leder oder Textil: Was ist besser?
Motorradbekleidung aus Leder bietet die höchste Abriebfestigkeit und erreicht häufig Klasse AAA. Textil-Motorradbekleidung ist leichter, besser belüftet und mit Membran zuverlässig wasserdicht. Für Sport eignet sich Leder, für Touren und Alltag meist Textil.
Welche Protektoren brauche ich?
Grundlegend sind Schulter-, Ellbogen-, Hüft- und Knieprotektoren nach EN 1621-1. Ein Rückenprotektor nach EN 1621-2 in Level 2 ist die wichtigste Ergänzung, weil viele Jacken serienmäßig nur eine Schaumstoffeinlage haben.
Gibt es Unterschiede zwischen Motorradbekleidung für Damen und Herren?
Beim Schutz nicht, denn es gelten dieselben Normen. Unterschiede liegen im Schnitt, in den Größenläufen und in der Protektorenposition. Wichtig ist, dass die Protektoren in Fahrhaltung genau auf den Gelenken sitzen.
Woran erkenne ich zertifizierte Motorradbekleidung?
Am fest eingenähten CE-Etikett. Darauf stehen ein Piktogramm, die angewandte Norm und die erreichte Schutzklasse. Fehlt das Etikett, handelt es sich nicht um geprüfte Schutzbekleidung.
Wie wasche ich Motorradbekleidung?
Textilbekleidung ohne Protektoren bei niedriger Temperatur waschen und anschließend imprägnieren. Leder gehört nicht in die Waschmaschine, sondern wird mit Lederpflege behandelt.